Mittwoch, 30. Dezember 2009

Gute Vorsätze?

Folgendes bin ich drüben bei Formspring (ich probiere nur aus, so richtig ziehts aber nicht) gefragt worden, und man könnte es ja als Jahresendzeitcontent hier aufwärmen.

-- Gute Vorsätze? Oder über solche Albernheiten erhaben?

Sind gute Vorsätze Albernheiten? Wegen des äußeren Anlasses? Wenn ein relativ banaler äußerer Anlass wie ein Datum zu Reflexion über das eigene Tun und Lassen führt, über den eigenen Lebenswandel, den Umgang mit den anderen, über die eigentlichen, wesentlichen Ziele und wie man sich denen vielleicht annähern könnte - dann sehe ich nicht, was daran albern sein sollte. Oder ist der am 31. gehegte Glaube albern, dass nun aber wirklich ab dem 1. dauerhaft alles (und vor allem: man selbst?) anders wird? Vielleicht. Aber Anlässe braucht man, und Daten sind für mich durchaus bedeutsam und haben auch einen romantischen Aspekt. Und Innehalten und Überdenken kann so verkehrt nicht sein.
Hab ich nun gute Vorsätze fürs neue Jahr?
Letztes Jahr habe ich mir Silvester inbrünstig ein paar Dinge gewünscht: Dass das Kind in meinem Bauch gesund zur Welt kommen möge vor allem. Diese Wünsche haben sich alle erfüllt, und ich bin sehr froh und dankbar. Das fast vergangene Jahr war ein besonderes, ein Ausnahmejahr. Für das neue wünsche ich mir zum Beispiel, dass wir ein bisschen mehr Familienzeit haben und dass ich beruflich ein bisschen besser auf die Beine komme. Das kann man in Vorsätze umformulieren: Weniger Onlinezeiten, mehr Zeit zu dritt verbringen, mehr Konzentration. Alles etwas vage, aber leichter messbare Vorsätze wie "der Tante jeden Freitag eine Karte schreiben" oder "zum Frühstück nur noch Vollkorn" habe ich tatsächlich in dieser Runde nicht. Auch wenn man da sicher was tun könnte.

Die üblichen Fragen an die üblichen Verdächtigen

Zugenommen oder abgenommen?
Die ersten fünf Wochen zu, dann ab. Ziemlich.

Haare länger oder kürzer?

Gesamtlänge ähnlich. Aber ich habe nun einmal rund um den Haaransatz einen kleinen Still-Pony. Mit Eulen-Fransen hinter den Ohren und im Nacken. Dort überall sind die Haare erst ausgefallen und dann ab Spätsommer wieder nachgewachsen, und nun habe ich dort so etwa 5cm lange Fransen, die ziemlich merkwürdig aussehen.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Nachgemessen: ein Auge gleich, das andere 0,25 Dioptrien kurzsichtiger.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Deutlich weniger für CDs. Deutlich mehr für Windeln.

Der hirnrissigste Plan?
Gleich nach dem Mutterschutz wieder arbeiten gehen. War aber auch ein guter Plan, andererseits.

Die gefährlichste Unternehmung?
Vermutlich die Geburt. Auch wenn ich bei diesem komischen Schneewetter nicht mit Blasensprung mit dem Fahrrad in den Kreißsaal gefahren bin, sondern nur bis nach Hause und mich von dort aus habe fahren lassen.

Der beste Sex?
Über sowas sprech ich nicht so gerne. Hatten aber vermutlich die anderen.

Die teuerste Anschaffung?
Direkt das Konto belastend: Zweieinhalb Flugtickets für nächstes Jahr nach Buenos Aires.
Wegen der Folgekosten: Baby B.

Das leckerste Essen?
Insgesamt eher unspektakulär. Sehr lecker jedenfalls: Freundin A.s Nudelsalat mit getrockneten Tomaten und Pinienkernen.

Das beeindruckendste Buch?
Viel zu wenig gelesen, viel zu wenig. Das schwierigste, aber auch beeindruckendste Buch dieses Jahr vermutlich: Juan Goytisolo, Señas de identidad. Blogeintrag dazu steht noch aus, seit einem halben Jahr.

Der ergreifendste Film?
Ich war dieses Jahr nicht (gar nicht) im Kino. Wah. Im Jahr davor waren es "No country for old men" und "Funny games". Einen wirklich ergreifenden Film habe ich dieses Jahr nicht gesehen, glaube ich.

Die beste CD?
Ich habe nur wenige CDs gekauft oder geschenkt bekommen dieses Jahr. Am meisten gehört habe ich verschiedene Aufnahmen vom Stück der folgenden Frage, Monteverdi: Marienvesper.

Das schönste Konzert?
Monteverdi: Marienvesper. Im Januar selbst gesungen. Wunderbares Bad in Musik.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Baby B. (Direkt gefolgt von Hausarbeitenkorrekturen, gefühlt.)

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Baby B.

Vorherrschendes Gefühl 2009?
Das Gefühl, den einzigartigen Moment festhalten zu wollen. (Und das Gefühl, dass manche Momente dann doch zu lang sind, zum Beispiel die nachts zwischen 3 und 5, wenn die Zahnfee gerade Zähnchen bringt.) Glück. Wehmut. Überlaufende Tränen.

2009 zum ersten Mal getan?
Im Krankenhaus übernachtet. Ein Kind bekommen. Einen 3-Jahres-Vertrag unterschrieben.

2009 nach langer Zeit wieder getan?
Auf eine Nordseeinsel gefahren.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Diese Abende allein mit dem Blues.
Drei Infektionen und eine falsche Behandlung.
Der Um- und Wegzug einer weiteren Freundin.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass beide-in-Teilzeit und beide-beim-Baby die beste Lösung ist.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Naja, geschenkt. Aber im weiteren Sinne, uns allen: Baby B.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Baby B.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
"Guten Morgen, Mutti."
"Mamamam."
"Ich wollte Sie fragen, ob Sie noch möchten."
"Oh ja, furchtbar gern."

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Vielleicht: "Er ist gesund, es geht ihm gut, es ist alles in Ordnung."

2009 war mit einem Wort…?
Ganz offensichtlich: Baby B.

Montag, 28. Dezember 2009

Last man laughing

Mal wieder was fürs Gesichterblog.


Das Training hatte sich gelohnt. Am Ende des Tellervölkerballs Reis gegen Erbsen war nur noch er übrig. Gewonnen! Allein unter Körnern! Ein Grund zu echter Freude.

Freitag, 18. Dezember 2009

Nach Hause kommen

Unser Babykind soll schlafen lernen, zum Teil durch - Paradoxon hin oder her - Wachhalten. Wir versuchen einen Rhythmus zu etablieren, er soll nachts schlafen (und zwar ein bisschen am Stück), und er soll mittags schlafen (und zwar länger als 20 Minuten). Dafür bringen wir ihn ordentlich ins Bett, mit Schlafsack an und Mobile pusten, und die erquickenden Managerschläfchen von 20 Minuten, die er gerne stattdessen zweimal täglich gehalten hat, sind gestrichen. Im Prinzip klappt das gar nicht so schlecht, aber wenn es nachmittags etwas spät wird und wir im Dunkeln eine Dreiviertelstunde nach Hause laufen und es im Kinderwagen so kuschelig warm und um die Nase so angenehm kühl ist, wenn die Müdigkeit groß und das Hubbeln und Rumpeln die Augen immer zuklappen lässt - dann muss Mami handeln. Wachhalten durch Essen (Brotrinden eignen sich), Wachhalten durch Erzählen und Blickkontakt, Wachhalten durch Singen, Wachhalten durch Singen und Klatschen, Wachhalten durch schwungvoll Anschieben und trocken Abbremsen. Wenn das alles nicht mehr hilft, hilft manchmal noch Rennen, denn so herumzusausen ist wahnsinnig komisch und man muss sehr lachen und kann beim Lachen nicht einschlafen.
Gestern Abend gingen wir in Lauseskälte nach Hause, der Tag war lang, der Weg war weit, und dem Babykind fielen keine zehn Minuten vor zu Hause die Augen immer gründlicher zu, trotz Singen, trotz Erzählen, und das Brot war schon lange heruntergefallen. Als uns die Gruppe Fahrradfahrer überholte, in einem kleinen Gang, denn es geht von hier aus nur noch bergauf, sang ich noch laut "Bereite Dich, Zion", doch das half nicht mehr. Also blieb, entweder das Kind schlafen zu lassen und nachts halt mal wieder nicht - oder Rennen. "Hey", rief ich ihm zu, "wir rennen einfach nach Hause", und dann schob ich die Geschenkpapierrollen fester in den Korb, hielt meine Handtasche fest und rannte los, bergauf, "Lachend, lachend, lachend, lachend, kommt der Sommer über das Feld!" Es half, Kind wachgehalten und Abend gerettet.
Für die Gruppe Radfahrer, die wir kurz vor zu Hause wieder überholt haben, tut es uns leid. Auf dem Fahrrad von einer singenden Frau, die einen Kinderwagen mit quietschendem Baby schiebt und den Berg hochrennt, überholt zu werden, muss sich ziemlich doof anfühlen. Und vielleicht auch doof aussehen. "Ich kann meine Mama rennen lassen, so viel ich will!"
Wir brauchen vielleicht eine Klingel.

Sonntag, 13. Dezember 2009

Das kurze Hemmed [Fragen an die Leser]

Kennst Du das einsame Hemmed?
Letztens schrieb ich "und da sitz ich nun in meinem kurzen Kleid", was natürlich eine an die Realität angepasste Verdrehung von "nun steh ich hier in meinem kurzen Hemd" war. (Oder wie heißt es: Nun steh ich hier? Nun steh ich da? Nun stand ich da?) Isabo und ich überlegten vorhin, wo das eigentlich herkommt. Da wir beide das kurze Hemd kannten und Google auch, schließen wir Familienslang aus, ich tippe als Ursprung auf irgendeine Theater-Oper-Literatur-Quelle. Diese allerdings kennt Google nicht, oder zumindest nicht unter den ersten zig Treffern.
Weiß es einer unserer kundigen Leser? Ist das kurze Hemd, in dem man nun steht, einfach Volksmund, oder überlebt hier ein Zitat völlig losgelöst von seinem ihn einst umhüllenden Text? Einsam wie das Knie, das einsam durch die Welt geht. Oder das einsame Hemmed. (Flattertata, flattertata. Der's trug, ist baß verdämmet!/ Flattertata, flattertata. Es knattert und rattert im Winde./ Windurudei, windurudei. Es weint wie ein kleines Kinde./ Windurudei, windurudei. Das ist das einsame Hemmed.)
Das einsame Hemmed kommt von Morgenstern, doch wem gehört das kurze?

Freitag, 4. Dezember 2009

Entscheidunghilfe. Ein Aufruf.

Habe ich eigentlich noch Leser? Ich brauche mal ein wenig Entscheidungshilfe von den Fotografen unter Euch.
Bis vor kurzem war ich ausschließlich und aus Überzeugung Analog-Fotografin.
Meine erste "richtige" Kamera war die Pentax p30T. Ich habe die Kamera sehr gemocht, sie war mehrfach mit in Südamerika und hat zu meiner großen Erleichterung dort auch auf einem Küchentisch eine aufwendige Reparatur nach Trümmerbruch überlebt. Sie braucht allerdings sehr viel Licht, war deshalb eigentlich nur für Außenaufnahmen bei Tageslicht geeignet und hat einen hart fallenden Spiegel, so dass man beim Auslösen richtig gegenhalten und stabilisieren muss. Abgelöst wurde diese Kamera von einem überraschenden Geschenk. Zusammen mit einem enormen Ringblitz-Objektiv schenkte mir eine Urlaubsbekanntschaft eine wunderbare alte Contax mit einem schönen Zeiss-Objektiv (1,7/50). Großes Glück! Ohne Automatik-Einstellungen habe ich an dieser Kamera zum Beispiel gelernt, Blenden selbst zu wählen, und ihr zuliebe die Pentax offenbar sehr plötzlich ins Regal verbannt, jedenfalls stelle ich gerade fest, dass noch ein Film in der Kamera ist. Die Bilder dürften etwa drei Jahre alt sein - entwickeln oder als Überraschungsei für die Enkel in der Kamera lassen? Aber bis dahin gibt es vielleicht niemanden mehr, der Filme entwickeln kann.
Auch in der Contax ist seit längerem ein begonnener Film (16/36 Bildern), denn als Baby B. einige Wochen alt war, habe ich mir eine digitale "Handtaschenkamera" dazugekauft, die kleine und hübsche Canon Ixus 95IS. Die habe ich immer dabei, sie ist serientauglich und hat sich vor allem für die Alltagsdokumentation sehr bewährt - und die schöne Contax schon ziemlich verdrängt.
Nun überlege ich seit längerem, die ehrlicherweise nicht von der Hand zu weisenden Vorteile der digitalen Kameras mit der Freude am "richtigen" Fotografie - und nicht nur Knipsen - zu verbinden und liebäugele mit einer größeren digitalen Kamera, einer digitalen Spiegelreflex.
Nur: welche?
Im Angebot haben wir gerade eine Canon EOS 1000D mit Sigma-Objektiv (18/200, leider ohne Stabilisator) gesehen. Vermutlich eine Kompromiss-Kamera, aber mein Budget lässt auch nur Kompromisse zu.
Alternativ stehen auf der Liste gerade die Canon EOS 450D und die Nikon D60.
Ich habe die etwas bessere Canon 500D in der Hand gehabt und war leider nicht ganz und gar überzeugt, neben dem merwürdigen Plastikbody - ich komme eben von einer Kamera mit solidem Metallgehäuse und Lederetui - fehlt mir vor allem eine intuitive Handhabung von Blenden. Die Blende durch Drehen am Objektiv zu verstellen finde ich schon sehr angenehm, aber das scheint es bei Objektiven digitaler Kameras eher nicht zu geben (?).
Hat hier jemand Erfahrungswerte? Tipps? Ratschläge?
Oder sollte ich das Thema nochmal von vorne aufrollen und auch über Bridge-Modelle nachdenken - wenn ja, warum und welche?
Wegen des begrenzten Budgets bewege ich mich wohl im Bereich der "Einsteigerkameras". Was ich eher nicht brauche ist eine Film-Funktion; was ich nicht so gerne mache, ist die Fotos hinterher am Computer zu bearbeiten. Ich würde gerne ohne viel Komplikationen Funktionen wie Blende einstellen können und ich möchte selbst aussuchen können, auf welcher Ebene / was ich scharf stelle (der Autofokus, den ich von meinen analaogen Kameras nicht kenne, sollte also nicht alles immer bzw. automatisch selbst entscheiden). Die Kamera - bzw. das Objektiv - sollte für Makro-Aufnahmen geeignet sein und auch ohne Blitz für Innenaufnahmen funktionieren.
Welche Kamera mir gut in der Hand liegt und einfach "gefällt", kann ich natürlich nicht fragen, ansonsten wäre ich für Berichte und Hinweise dankbar.

Dienstag, 24. November 2009

Die verbreitete Angst vor Satzzeichen

Kleine schriftliche Diskussion über Waldorfkindergärten. Eine der beteiligten Damen äußert sich unter anderem so:
Mehr weiss ich nicht über die Robert Steiner Schulen (hat das was mit Waldorf zu tun?) und den Lehren die sich daraus entwickelt haben... Apostrophobiker oder so ähnlich, haben ihre eigenen Ansichten zu Medizin und Medikamenten [...]
Apostrophobiker! Ich bin auch Apostrophobiker! Vor allem habe ich große Angst vor Deppen-Apostrophen wie in "dienstag's" oder "Frühstück's" und vor eigenen Ansichten zur Zeichensetzung.

[Danke, Kathi!]

Was ich gerade

Mal wieder ein Stöckchen, mitgenommen von der Kaltmamsell. Scheint keinen richtigen Namen zu haben, aber bei Coolcat heißt es "some dramatic details on the rock'n'roll lifestyle of... uhm, me." Genau.

Sechs Namen, auf die du hörst
1. Percanta
2. klassische weibliche Vornamen mit 3 oder mehr Silben
3. Frau und irgendeine Kombination aus Bestandteilen meines Nachnamens
4. Fiepe
4. Amor
5. Schwesti
6. Mamamam

Drei Dinge, die du gerade trägst
1. schlammfarbener Strickmantel
2. in sich gemustertes Goldkettchen von meiner Mutter
3. es. Mit Fassung.

Drei Dinge, die du dir wünscht
1. Zeit
2. gute Haut
3. mehr Brun@s resp. Artverwandte

Drei Dinge, die du gestern, gestern Nacht und heute getan hast.
[meint dieses "und" hier wirklich UND? Also sowohl gestern als auch gestern Nacht als auch heute? Ich les es mal so]
1. Kind herumtragen
2. Haare zusammentüddeln
3. auf den Wecker gucken und gleich wieder vergessen, wie spät es war

Zwei Dinge, die du heute gegessen hast
1. Birne
2. Schokolade

Zwei Leute, mit denen du zuletzt telefoniert hast
1. Mutti
2. Freundin A.

Zwei Dinge, die du morgen tun wirst
1. Lateinamerikanische Lyrik des 20. Jahrhunderts unterrichten
2. Bananen zermatschen

Drei Lieblingsgetränke
1. schwarzer Tee
2. dieser Veitshöchheimer Wein
3. Campari O (wenn ich mich recht erinnere)

Sonntag, 22. November 2009

Es schaut



"Es lebt, es schaut dich an." Des Herrn Giardinos Art die Welt zu sehen passt ganz wunderbar zu der meinen, und inzwischen spiele ich mit und sammele sie auch, die Schalter, Türklinken, Baumstämme, Müllcontainer, Blumen hinterm Zaun, die einen unverwandt an- oder, wie dieser Stromkastenpilzhund, sinnend in die Ferne gucken. Nicht nur die noch wenigen von mir inzwischen entdeckten, sondern sehr viele zum Teil schlichtweg grandiose Gesichter sind hier zu bewundern. Gehen Sie hin, schauen Sie zurück, und bringen Sie besser ein bisschen Zeit mit.


Mittwoch, 11. November 2009

Männergespräche

Der Babysohn produziert mit nun neun Monaten Laute vielerlei Art, die sich trefflich zum Interpretieren eignen. So war das Taufkleid seiner Meinung nach "eng!"und wer die Treppe hochkam war natürlich und völlig richtig "Opa". Gestern hörte ich aus dem Wohnzimmer, wo Mann und Sohn spielten, diesen Dialog:

Baby B [klar und deutlich]: "albern."
Percanto [entrüstet]: "Was? Du sagst, ich wäre albern?!"
Baby B: "Naaaa! Mamam."

Alles klar, Jungs.

Dienstag, 10. November 2009

Kunst am Bau

Bei der Arbeit wird gebaut. Das gilt momentan auch, wenn man kein Maurer ist, bei uns Geisteswissenschaftlern wird jedenfalls gerade ein Gebäudeteil abgerissen und draußen wird planiert und ein anderes Gebäude zerbröselt und irgendwann soll dort ein neues Superdupergebäude entstehen, was an unseres angeschlossen wird.
Direkt hinter der provisorischen neuen Außenmauer aus weißen Ytong-Steinen sitzen Kollegen von mir in ihren Büros, so gut es geht nehmen sie die Baggerzähne hinter ihren Schreibtischen mit Humor. Manchmal fühlt es sich allerdings auch im dritten Stock nicht so an, als hätten die da draußen die Abrissbirne richtig justiert.

Von innen sieht der Gang, der an der Abrisskante endet, so aus - 9. November, ick hör Dir trappsen:


Zoom [Klicken aufs Foto vergrößert es jeweils noch mehr]:



Und plötzlich ist überall Kunst! Underground! Vor einem Fenster im Flur weiter vorne beispielsweise dies:


Nahaufnahme:


(Gut, der Kommentar "Anonyme Installation", wenn kein Name dabei steht, ist ungefähr so sinn
voll wie der Untertitel "ohne Worte" unter einem Cartoon ohne, nun ja, Worte.)
Nur wenig weiter den Flur runter geht es gleich weiter mit dieser Installation:


Was mag sie bedeuten? Das Schild verrät es gewiss:


Ok. Es ist doch nicht überall Kunst.

Sprachkenntnisse

Mein Chef ist ein von Haus aus vielsprachiger Schweizer, der auch weitere Fremdsprachen fließend beherrscht und außerdem eine binationale - und zweisprachige - Ehe führt. Zu seinem Hausstand gehört außer dem Ehepaar auch ein großer Amazonaspapagei. Wir sprachen heute kurz darüber, ob sich nach ihrem Umzug nach Deutschland inzwischen alle gut eingelebt hätten und, scherzhaft, ob der Papagei eigentlich Hochdeutsch spreche. Und welche Sprachen er überhaupt beherrsche?
Der Papagei ist natürlich zweisprachig aufgewachsen, er spricht Schweizerdeutsch und Spanisch. Hochdeutsch bisher nicht, und mein Chef habe es auch eine Zeitlang mit Portugiesisch versucht, aber er lerne es nicht richtig. Dabei sei es doch seine Muttersprache. Die des Papageis.