Samstag, 13. Juni 2009
...
Und dann waren da noch die "lärmbehinderten Kinder".
[Haben sie vielleicht doch nicht gesagt, heute im Radio. Möglicherweise aber doch.]
Hell und schnell
Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht,
wo ist meine Frau gelieben?
Ist nicht da, ist nicht hier,
ist wohl in Hamerika.
So rezitiert von meinem Vater, als er noch ein kleiner Junge war.
Wir sind schon sehr begabte Dichter.
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Zungenschlag
Mittwoch, 10. Juni 2009
Beiläufig beobachtet
Die Welt besteht aus Dreck. Und der sammelt sich in Form von Flusen zwischen winzigen Babyzehen.
Samstag, 6. Juni 2009
Arbeitsplatz
[Das aufgeschlagene Zitat im etwas vergrabenen Notizheft lautet: "Im Unterschied zur vorangegangenen Periode stehen Literatur und Leben damit in einem dialektischen und nicht mehr kausal-performativen Zusammenhang." Soso.]
Freitag, 5. Juni 2009
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Ist ein Arzt an Bord?
Diese Stellenanzeige ist aktuell in der Online-Ausgabe des Aerzteblatts erschienen.
Es ist eine wirklich gute Frauenklinik, und die Suche ist, wie ich aus bestens informierten Kreisen weiß, ziemlich dringend.
Sind unter meinen Lesern Gynäkologen oder Gynäkologinnen?
Oder kennen Sie einen solchen auf Stellensuche? Bitte weiterleiten!
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Homepage Reinhard-Nieter-Krankenhaus
Mittwoch, 3. Juni 2009
Hals und Bein
"Mast- und Schotbruch" sagen die Segler, bevor sie in See stechen, oder sie wünschen sich und dem Boot schon bei der Taufe "allzeit eine gute Fahrt und eine Handbreit Wasser unter dem Kiel". "Hals- und Beinbruch" ist vom Schauspieler-Massel-Tov wohl zu einem Wald- und Wiesen-Glück-Wunsch geworden, passt aber doch eigentlich besonders gut zu Chirurgen. Ob sie das einander zurufen, wenn sie in den OP gehen, die behandschuhten und desinfizierten Hände in der Luft, "Hals- und Beinbruch, Herr Kollege", "Dir auch, Hans"?
Einen hübschen berufsspezifischen Segenswunsch habe ich gestern gehört; nach der letzten Stunde Rückbildungsgymnastik drückte uns die Hebamme und wünschte uns "alles Gute, viel Glück und stets einen festen Beckenboden."
Und Ihr so?
Einen hübschen berufsspezifischen Segenswunsch habe ich gestern gehört; nach der letzten Stunde Rückbildungsgymnastik drückte uns die Hebamme und wünschte uns "alles Gute, viel Glück und stets einen festen Beckenboden."
Freitag, 22. Mai 2009
Micky-Maus-Blog
Ich bin getestet worden und habe eine Art Tick-Trick-und-Track-Gütesiegel erhalten. Das Jugendschutzprogramm im und fürs Netz ist zu folgendem Schluss gekommen:
Die Seite soypercanta.blogspot.com ist bereits in unserem Filter enthalten und wird als 'Private Pages Soft' eingestuft.Bemerkenswert ist, dass nicht ganz unbekannte Blogger, die bisher nicht in erster Linie durch Schmuddelcontent aufgefallen sind, eher ein Panzerknacker-Siegel erhalten haben:
Die Seite ankegroener.de ist bereits in unserem Filter enthalten und wird als 'Standard gesperrt' eingestuft.Denke verschärft über Sex, Crime und Rock'n'Roll nach. Sonst wird das nie was mit einer Sperrung, dem zukünftigen Zeichen für Qualität im Netz.
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Klammerbeutel - Schrauben - Tassen
Mittwoch, 20. Mai 2009
Euphemismen
Am Ende des sehr sportlich angelegten Rückbildungskurses sollen wir uns zu zweit zusammentun und den Schulter- und Nackenbereich massieren, diese vom Kindertragen einzementierten Muskelpartien etwas auflockern.
Die eine Hälfte der Frauen knetet, die andere seufzt, und die Hebamme guckt uns zu und meint nach einer Weile: "Na, da habt Ihr bestimmt den einen oder anderen Stillknorpel gefunden".
Ich muss ziemlich lachen, allerdings als einzige. Vielleicht muss man mit Brüdern aufgewachsen sein, um mit "Stillknorpeln" anderes zu assoziieren als verhärtete Stellen am Trizeps. Jedenfalls passen die "Stillknorpel" ganz ausgezeichnet zu den "Gehwarzen" meiner Jugend.
Die eine Hälfte der Frauen knetet, die andere seufzt, und die Hebamme guckt uns zu und meint nach einer Weile: "Na, da habt Ihr bestimmt den einen oder anderen Stillknorpel gefunden".
Ich muss ziemlich lachen, allerdings als einzige. Vielleicht muss man mit Brüdern aufgewachsen sein, um mit "Stillknorpeln" anderes zu assoziieren als verhärtete Stellen am Trizeps. Jedenfalls passen die "Stillknorpel" ganz ausgezeichnet zu den "Gehwarzen" meiner Jugend.
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Begegnungen,
Unbeschreiblich weiblich,
Zungenschlag
Sonntag, 17. Mai 2009
Der Immen Markt, der Blumen Plan
Ich bummelte gestern so für mich hin, und nichts zu suchen, das war mein Sinn. Stimmt nicht ganz, ich wollte Spargel suchen und Kartoffeln, Tomatenpflanzen und einen Rosenstock für den Balkon, aber all das erst am Ende der Bummelei. (Und nach dem Bummeln kommt die Moral, respektive das Schleppen, das Röslein rot vier Kilometer bergan.) Auf dem Weg wollte ich nichts suchen, und da dachte ich gerade darüber nach, dass sich das Finden ja meist genau dann einstellt, wenn nur so für sich hin geht, im Walde oder auf der Straße Richtung Stadt, und noch wahrscheinlicher findet man dann, wenn man die Kamera nicht dabei hat. Und die hing zu Hause an der Wand, ja ja. Da die Fototasche so groß und der Stauraum im Kinderwagen für Pflanzen und Gemüse vom Markt verplant war. Dieses Dilemma würde sich auch nicht lösen, wenn ich tatsächlich von analog zu digital wechselte, dachte ich noch, da ich auch im digitalen Bereich nach den großen Kameramodellen schiele. Kaum zu Ende gedacht, sah ich im Schatten ein Schildlein stehn. Und ein Motiv, natürlich. Das müsst Ihr mir jetzt eben so glauben, was es bei Wölfis gestern gab:
Gefühlte Schweinefilets mit Salat.
Nicht nur ich war romantisiert vom Frühlingsausflug mit Baby auf den Markt und der Aussicht auf Blumen und Spargel, nein, Lyrik lässt ihr altbekanntes Band wieder flattern, und so wollen auch die Wölfe bei den Lämmern wohnen und die Panther bei den Böcken lagern, und alle sind ganz hach. Schlimm.
Freitag, 15. Mai 2009
Mittwoch, 6. Mai 2009
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